Eine höchst erfolgreiche Führungskraft — unterstützend und ermutigend zu ihrem Team, doch hart selbstkritisch. „Ich sage mir, ich bin nicht gut genug, nicht schnell genug, nicht klug genug. Es läuft ganz automatisch.“
Ausgehend von John Gottmans Forschung zum Verhältnis von Positivem zu Negativem in Beziehungen, popularisiert in Malcolm Gladwells „Blink“, wandten wir dasselbe Prinzip auf ihr Selbstgespräch an. Die Übung: Jedes Mal, wenn sie eine Selbstkritik bemerkte, hielt sie inne und ersetzte sie durch drei aufrichtige positive Aussagen über sich selbst.
Die Win-win-Situation: Kritisieren Sie sich viel, bekommen Sie viel Übung im Bestärken; kritisieren Sie weniger, entlasten Sie sich ohnehin. „Wenn Sie aufhören, sich schreckliche Namen zu geben, müssen Sie nicht mehr so viel Extraarbeit leisten!“ — sie lachte zustimmend.
Das wichtigste Gespräch, das wir jeden Tag führen, ist das mit uns selbst.
Tage später fühlte sie sich spürbar „leichter“: gehobene Stimmung, authentischere Führung, größeres Selbstvertrauen.